Geschichtliche Hintergründe von Stiftungen
Stiftungen gibt es bereits seit dem frühen Mittelalter. Damals spielte es allerdings weniger eine Rolle das erarbeitete Vermögen zu sichern, sondern vielmehr um die Tatsache das eigene Seelenheil vor dem ewigen Fegefeuer zu retten. Es ist daher kein Wunder, dass die meisten Stiftungen des Mittelalters besonders den kirchlichen Einrichtungen zu Gute kamen.
Viele Kirchen und auch Klöster in Deutschland gehen auf Stiftungen zurück und werden bis zum heutigen Tag von Stiftungen unterhalten. Aber auch die Nächstenliebe war ein Aspekt, wenn es im Mittelalter um die Gründung einer Stiftung ging. Die christliche Nächstenliebe spielte dabei keine große Rolle, auch hier ging es meist einzig und allein darum, einen Platz im Himmel zu bekommen. Besonders Waisen- und Armenhäuser, aber auch Hospitäler gingen aus Stiftungen hervor. Eine der ältesten Stiftungen in Deutschland ist das Bürgerspital zum Heiligen Geist in Würzburg, was 1316 mit Hilfe einer Stiftung gegründet wurde. Die sogenannte Fuggerei in Nürnberg ist die älteste soziale Stiftung der Welt. Die Kaufmannsfamilie Fugger hat diese Stiftung 1521 eingerichtet und noch heute dienen die 140 Wohnungen in 67 Häusern als Siedlung für sozial schwache Menschen.
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